Entwurf, nicht anwaltlich geprüft. Dieser Text ist noch nicht rechtsverbindlich und wird vor dem Verkaufsstart geprüft.

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: 14. Oktober 2026 · Entwurf

Allgemeine Geschäftsbedingungen der MKK GmbH, Taunusstraße 29a, 61273 Wehrheim (nachfolgend „Anbieter“), für die Nutzung des Reservierungssystems „Platzlicht“.

§ 1 Geltungsbereich

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Verträge zwischen dem Anbieter und seinen Kunden über die Nutzung von Platzlicht.
  2. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und Sondervermögen des öffentlichen Rechts (nachfolgend „Kunde“). Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen. Der Kunde bestätigt bei der Registrierung, dass er als Unternehmer handelt.
  3. Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, auch wenn der Anbieter ihnen nicht ausdrücklich widerspricht.
  4. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB.

§ 2 Vertragsgegenstand

  1. Der Anbieter stellt dem Kunden die Software Platzlicht als Onlinedienst (Software as a Service) über das Internet zur Nutzung bereit. Platzlicht dient der Verwaltung von Tischreservierungen in Restaurants und umfasst je nach Tarif insbesondere: Reservierungsbuch und Tischplan, Onlinebuchungsseite und einbindbares Buchungswidget, Gästekartei sowie Bestätigungsmails und Erinnerungsmails an Gäste.
  2. Der genaue Leistungsumfang der Tarife ergibt sich aus der bei Vertragsschluss gültigen Leistungsbeschreibung auf platzlicht.de. [Leistungsbeschreibung / Preisseite verlinken]
  3. Die Software wird auf Servern in einem Rechenzentrum in Deutschland betrieben. Der Kunde erhält keine Kopie der Software; eine Installation beim Kunden ist nicht vorgesehen.
  4. Für den Zugang zum Internet, geeignete Endgeräte und einen aktuellen Browser ist der Kunde selbst verantwortlich.
  5. Der Anbieter entwickelt Platzlicht laufend weiter und darf Funktionen ändern, ergänzen oder ersetzen, sofern dies für den Kunden zumutbar ist und der vertraglich vereinbarte Kernumfang nicht wesentlich eingeschränkt wird. Über wesentliche Änderungen informiert der Anbieter rechtzeitig in Textform.
  6. Der Anbieter schuldet die Bereitstellung der Software, nicht einen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg (zum Beispiel eine bestimmte Zahl von Buchungen).

§ 3 Vertragsschluss und Testphase

  1. Die Darstellung von Platzlicht auf der Website ist kein verbindliches Angebot. Mit der Registrierung bzw. der Bestellung eines Tarifs gibt der Kunde ein Angebot zum Abschluss eines Vertrags ab. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Anbieter das Angebot in Textform bestätigt oder das Kundenkonto freischaltet.
  2. Neukunden können Platzlicht 14 Tage kostenlos testen. Die Testphase endet automatisch. Ein kostenpflichtiger Vertrag entsteht erst, wenn der Kunde ausdrücklich einen Tarif bucht.
  3. Bucht der Kunde nach Ablauf der Testphase keinen Tarif, bleiben seine Daten noch 30 Tage gespeichert und werden danach gelöscht. Der Anbieter weist vorher in Textform darauf hin.
  4. Der Anbieter kann Registrierungen ohne Angabe von Gründen ablehnen.

§ 4 Preise und Zahlung

  1. Es gelten die bei Vertragsschluss auf platzlicht.de angegebenen Preise. Derzeit:
TarifPreis
Platzlicht (alle Funktionen)45 € pro Monat
  1. Alle Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
  2. Die Entgelte sind monatlich im Voraus fällig. Der Anbieter stellt Rechnungen elektronisch aus und stellt sie per E-Mail oder im Kundenkonto bereit.
  3. Die Zahlung erfolgt per SEPA Lastschrift oder Kreditkarte über den Zahlungsdienstleister Stripe. Gerät der Kunde in Zahlungsverzug, gelten die gesetzlichen Regelungen (§§ 286, 288 BGB). Nach erfolgloser Mahnung mit angemessener Frist kann der Anbieter den Zugang vorübergehend sperren; der Anspruch auf das Entgelt bleibt bestehen. Die Buchungsseite für Gäste zeigt während einer Sperre einen neutralen Hinweis.
  4. Der Anbieter kann die Entgelte mit Wirkung für die Zukunft anpassen, etwa bei gestiegenen Kosten für Betrieb, Weiterentwicklung oder Support oder bei einem erweiterten Leistungsumfang. Er teilt eine Erhöhung mindestens sechs Wochen vor dem Stichtag in Textform mit. Der neue Preis gilt ab dem ersten Abrechnungszeitraum, der am oder nach dem Stichtag beginnt. Bei einer Erhöhung kann der Kunde den Vertrag bis zum Stichtag in Textform oder über die Funktion im Kundenkonto zum Ende des Abrechnungszeitraums kündigen, der am Stichtag läuft. Der Anbieter weist in der Mitteilung darauf hin. Senkungen kann der Anbieter jederzeit ohne Frist vornehmen.
  5. Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen.

§ 5 Laufzeit, Tarifwechsel und Kündigung

  1. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit und kann von beiden Seiten jederzeit zum Ende des laufenden Kalendermonats gekündigt werden.
  2. Die Kündigung ist in Textform (zum Beispiel per E-Mail) oder über die Kündigungsfunktion im Kundenkonto möglich.
  3. Ein Wechsel in einen höheren Tarif ist jederzeit mit sofortiger Wirkung möglich; das Entgelt wird anteilig berechnet. Ein Wechsel in einen niedrigeren Tarif wird zum nächsten Monatsbeginn wirksam.
  4. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund liegt für den Anbieter insbesondere vor, wenn der Kunde mit der Zahlung von zwei Monatsentgelten in Verzug ist oder Platzlicht trotz Abmahnung missbräuchlich nutzt (§ 7).

§ 6 Verfügbarkeit, Wartung und Support

  1. Der Anbieter bemüht sich, Platzlicht möglichst unterbrechungsfrei bereitzustellen. [Verfügbarkeitsziel festlegen, z. B. 99 % im Monatsmittel, oder diesen Satz beibehalten] Ausgenommen sind Zeiten, in denen Platzlicht aufgrund von Umständen nicht erreichbar ist, die nicht im Einflussbereich des Anbieters liegen (zum Beispiel Störungen des Internets außerhalb des Rechenzentrums, höhere Gewalt).
  2. Geplante Wartungsarbeiten führt der Anbieter nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Hauptgeschäftszeiten von Restaurants durch und kündigt sie rechtzeitig an. Notwendige Sicherheitsupdates können auch kurzfristig erfolgen.
  3. Support erhält der Kunde per E-Mail an support@platzlicht.de an Werktagen (Montag bis Freitag, außer gesetzliche Feiertage in Hessen) in der Zeit von 11 bis 18 Uhr. Der Anbieter bemüht sich um eine Antwort innerhalb eines Werktags.
  4. Auf Bitte des Kunden kann der Support zeitlich begrenzt auf das Kundenkonto zugreifen, um zu helfen. Jeder Zugriff wird mit Grund protokolliert und ist für den Kunden einsehbar.

§ 7 Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim, legt für jede Person, die Platzlicht nutzt, ein eigenes Konto an und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er einen Missbrauch vermutet. Der Kunde ist für die Handlungen der Personen verantwortlich, denen er Zugang gewährt.
  2. Der Kunde ist für die von ihm eingegebenen Inhalte (zum Beispiel Restaurantname, Logo, Texte, Bilder) verantwortlich und stellt sicher, dass diese keine Rechte Dritter verletzen und nicht gegen geltendes Recht verstoßen.
  3. Der Kunde ist für die Daten seiner Gäste datenschutzrechtlich Verantwortlicher. Er stellt insbesondere sicher, dass:
    • er seine Gäste in einer eigenen Datenschutzerklärung über die Nutzung von Platzlicht informiert,
    • erforderliche Einwilligungen (zum Beispiel für Newsletter oder für die Speicherung von Allergieangaben) wirksam eingeholt werden,
    • er Funktionen von Platzlicht wie die Gästekartei nur im gesetzlich zulässigen Rahmen nutzt.
  4. Der Kunde darf Platzlicht nicht missbräuchlich nutzen. Unzulässig ist insbesondere, die Software zu überlasten, Sicherheitsmechanismen zu umgehen, automatisiert Daten auszulesen, die Software zu dekompilieren (soweit nicht nach § 69e UrhG erlaubt) oder über Platzlicht unerwünschte Werbung zu versenden.
  5. Bei einem schwerwiegenden Verstoß gegen diese Pflichten kann der Anbieter den Zugang vorübergehend sperren, wenn dies zur Abwehr von Schäden erforderlich ist. Er informiert den Kunden unverzüglich.

§ 8 Nutzungsrechte und Daten des Kunden

  1. Der Anbieter räumt dem Kunden für die Dauer des Vertrags das einfache, nicht übertragbare und nicht unterlizenzierbare Recht ein, Platzlicht im Rahmen dieser AGB für den eigenen Restaurantbetrieb zu nutzen.
  2. Alle Rechte an der Software, der Marke Platzlicht und der Dokumentation verbleiben beim Anbieter.
  3. Die vom Kunden eingegebenen Daten bleiben Daten des Kunden. Der Kunde räumt dem Anbieter die Rechte ein, die erforderlich sind, um diese Daten zur Vertragserfüllung zu speichern, zu verarbeiten und (zum Beispiel auf der Buchungsseite) darzustellen.
  4. Der Anbieter darf anonymisierte, nicht auf einzelne Kunden oder Gäste zurückführbare Nutzungsstatistiken zur Verbesserung von Platzlicht auswerten.

§ 9 Datenschutz und Auftragsverarbeitung

  1. Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet (insbesondere Daten von Gästen), schließen die Parteien eine Datenschutzvereinbarung (Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO). Diese Datenschutzvereinbarung wird mit Vertragsschluss Bestandteil dieses Vertrags.
  2. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung des Anbieters.

§ 10 Mängel

  1. Der Anbieter stellt Platzlicht in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand bereit und erhält diesen Zustand während der Vertragslaufzeit.
  2. Der Kunde meldet Mängel unverzüglich und so genau wie möglich in Textform. Der Anbieter beseitigt Mängel innerhalb angemessener Frist.
  3. Die verschuldensunabhängige Haftung des Anbieters für Mängel, die bereits bei Vertragsschluss vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ist ausgeschlossen.
  4. Das Recht zur Minderung bleibt unberührt; der Kunde kann es jedoch nicht durch Abzug vom vereinbarten Entgelt durchsetzen, sondern nur durch Rückforderung, es sei denn, die Minderung ist unbestritten oder rechtskräftig festgestellt.

§ 11 Haftung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
  2. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf (Kardinalpflicht). In diesem Fall ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt.
  3. Im Übrigen ist die Haftung des Anbieters ausgeschlossen.
  4. Die vorstehenden Beschränkungen gelten auch zugunsten der gesetzlichen Vertreter, Mitarbeitenden und Erfüllungsgehilfen des Anbieters.
  5. Die Haftung nach Art. 82 DSGVO bleibt unberührt.

§ 12 Vertraulichkeit

Beide Parteien behandeln alle vertraulichen Informationen der anderen Partei, die ihnen im Rahmen des Vertrags bekannt werden, vertraulich und verwenden sie nur für die Durchführung des Vertrags. Diese Pflicht gilt über das Vertragsende hinaus fort.

§ 13 Vertragsende und Herausgabe der Daten

  1. Der Kunde kann seine Daten (insbesondere Reservierungen und Gästekartei) während der Vertragslaufzeit und bis 30 Tage nach Vertragsende in einem gängigen maschinenlesbaren Format (CSV oder Excel (XLSX)) exportieren.
  2. Nach Ablauf dieser Frist löscht der Anbieter die Daten des Kunden, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Einzelheiten regelt die Datenschutzvereinbarung.

§ 14 Referenzen

Der Anbieter darf den Kunden nur mit dessen vorheriger Zustimmung als Referenz (zum Beispiel mit Name und Logo auf der Website) nennen. Die Zustimmung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

§ 15 Änderung dieser AGB

  1. Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aus triftigem Grund erforderlich ist (zum Beispiel wegen geänderter Rechtslage oder neuer Funktionen) und der Kunde dadurch nicht unangemessen benachteiligt wird. Wesentliche Vertragsinhalte wie Leistungsumfang, Preise und Laufzeit sind davon ausgenommen; für Preise gilt § 4 Abs. 5.
  2. Der Anbieter teilt Änderungen mindestens sechs Wochen vor Inkrafttreten in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb dieser Frist, gelten die Änderungen als angenommen. Der Anbieter weist in der Mitteilung auf die Frist und die Folgen eines unterbliebenen Widerspruchs hin. Widerspricht der Kunde, kann jede Partei den Vertrag zum Inkrafttreten der Änderung kündigen.

§ 16 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN Kaufrechts (CISG).
  2. Ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus diesem Vertrag ist, soweit gesetzlich zulässig, Bad Homburg v.d.H.
  3. Änderungen und Ergänzungen des Vertrags bedürfen der Textform.
  4. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.